Desinfektionsmittel sind unerlässlich, um Infektionen und somit den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern. Die bioziden Wirkstoffe, die bei der Desinfektion von Händen, Oberflächen, der Haut, Medizinprodukten und Wäsche verwendet werden, bergen jedoch auch potenzielle Gefahren für die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Das Technische Büro Klade hatte die technische Leitung in dem vom Deutschen Umweltbundesamt finanzierten und von Health Care Without Harm Europe (HCWH) koordinierten Projekt SAICM 2.0. Das Projekt zielt darauf ab, diese unbeabsichtigten Gefahren zu identifizieren und zugleich sicherere, umweltfreundlichere Desinfektionsmittel zu fördern, ohne dabei unnötige Kompromisse bei den Hygiene- und Arbeitsschutzstandards einzugehen. SAICM 2.0 baut auf der Pionierarbeit der Wiener Datenbank für Desinfektionsmittel (WIDES) auf und soll seine Anwendung weltweit erweitern. Durch die Erweiterung des Wissens von Beschaffungsverantwortlichen und Angehörigen der Gesundheitsberufe über die Auswirkungen von Desinfektionsmitteln auf Gesundheit und Umwelt können Einkaufskriterien neu ausgerichtet und so mit der Anwendung verbundene Gefährdungen verringert werden. Das zweijährige Projekt wurde 2020 abgeschlossen. Projektbegleitende webinare sowie ein finaler Endbericht stehen hier bzw. auf der webpage von Healthcare Without Harm Europe nunmehr als Download zur Verfügung [1].

PDF Dokument: Promoting safer disinfectants in the healthcare sector (nur auf englisch verfügbar)

[1] https://noharm-europe.org/issues/europe/promoting-safer-disinfectants-healthcare-sector-saicm-20

Anhänge