Die im Auftrag der Wiener Umweltanwaltschaft erstellte Rodentizidstudie des Technischen Büros Klade wurde im August 2025 veröffentlicht. Sie bewertet die Gefährdungspotenziale der in Österreich eingesetzten Rodentizidwirkstoffe und zeigt Möglichkeiten auf, deren Eintrag in die Umwelt zu vermindern. Besonders problematisch sind Antikoagulanzien der zweiten Generation: Sie sind hochwirksam, zugleich aber persistent, bioakkumulierend und mit erheblichen Risiken für Nichtzieltiere verbunden. Die Studie empfiehlt daher, diese Wirkstoffe nur bei hohem Befallsdruck oder nachgewiesener Resistenz einzusetzen. Darüber hinaus zeigt die Untersuchung, dass nachhaltige Rattenbekämpfung ein umfassendes Management erfordert. Befallsmonitoring, klare Zuständigkeiten sowie Maßnahmen im Abfall- und Abwassermanagement können den Einsatz umweltbelastender Rodentizide deutlich verringern. Damit leistet die Studie einen fachlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Rattenmanagements in Wien.
