Im Jahr 1998 initiierte die Stadt Wien das Beschaffungsprogramm ÖkoKauf, um das gesamte Beschaffungswesen der Stadt an ökologischen Kriterien auszurichten. Zu diesem Zweck wurden mehr als zwei Dutzend Arbeitsgruppen ins Leben gerufen, um Mindestkriterien und Auswahlinstrumente zu schaffen. Die Wiener Umweltanwaltschaft übernahm in Person von Frau DI Marion Jaros die Leitung der Arbeitsgruppe Desinfektion, der auch ToxikologInnen sowie Vertreter der AUVA, der Hygieneteams des Krankenanstaltenverbunds (jetzt: Wiener Gesundheitsverbund), der Industrie und von NGOs angehören. Die Arbeitsgruppe war und ist damit befasst, die Desinfektionsmittel-Datenbank kontinuierlich zu verbessern. Nachdem rechtliche Fragen bezüglich der Haftung geklärt waren, beschloss man in der Stadt Wien, die bis dahin nur intern verwendete Datenbank mit Oktober 2009 für alle Interessierten im Internet kostenfrei zugänglich zu machen [1]. Das Technische Büro Klade berät von Beginn an die Arbeitsgruppe und arbeitete wesentlich am Bewertungskonzept mit. Die WIDES Bewertung orientiert sich am Vorsorgeprinzip, indem sie Produktvergleiche und eine Substitutionsprüfung im Sinne eines integrierten Arbeits- und Umweltschutzes ermöglicht. Sie ist am ehesten mit Bewertungsmodellen für den Arbeitsschutz vergleichbar und steht nicht in Konkurrenz zu Risikobewertungen im Rahmen von Wirkstoff- und Produktzulassungen. Ziel der Bewertung ist der Vergleich von Produkten bei identischer Anwendung. So werden etwa Produkte für die Händedesinfektion, wischende Flächendesinfektion oder manuelle Instrumentendesinfektion miteinander verglichen. Die aktuell gültige Version der WIDES Stoff- und Produktbewertung findet sich auf der WIDES webpage [1] bzw. kann hier heruntergeladen werden:

PDF Dokument: WIDES BEWERTUNG 2020

[1] www.wides.at

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